31.7. – Glücklich trocken (110km)

Bei den «Burro Days» gibt es nicht nur das (scheinbar weitherum bekannte) Esel-Rennen, sondern auch ein Pancake-Breakfast im Schulgebäude. Und nun ratet mal wer da um halb Neun in der Schlange steht…
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Frisch gestärkt machen wir uns auf den Weg zurück zur Great Divide Strecke, welche wir am Vortag in Richtung Fairplay verlassen haben. Die 30km bis nach Hartsel sind dank ganz leichtem Gefälle und einer guten Portion Rückenwind in knapp mehr als einer Stunde geschafft. Obwohl wir diesen 30km/h-Schnitt wohl nicht bis ans Tagesende halten können. Kurz vor Hartsel, inmitten des kargen Hochlands steht direkt neben der Strasse eine Herde Bisons. Da fahren wir extra in den Yellowstone und sehen knapp eine handvoll Bisons aus weiter Ferne und in Colorado stehen die Viecher am Strassenrand…
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Erstmal in Hartsel, einem fast ausgestorbenen Flecken Land, gönnen wir uns eine leckere Stärkung am Pfirsich-Verkaufsstand und biegen anschliessend ca. 4km ausserhalb der Ortschaft auf eine schotterige County-Road ab. Auf den ersten Kilometern flankieren gelbe und violette Blumen den Strassenrand, doch auch diese Farbtupfer weichen bald der kargen Dürre.
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Auf unterschiedlich schlechten Schotterstrassen, gehts den ganzen Tag gegen Südwesten. Am schlimmsten sind jedoch die Passagen mit tiefem Sand, denn diese sind kaum fahrbar. Paart man das ganze noch mit der allgegenwärtigen Wellblech-Piste, zehrt es enorm an den Kraftreserven und am Nervenkostüm. Immerhin verschont uns der Regen. Denn obwohl in jeder Himmelsrichtung eine Gewitterzelle zu sehen ist, treffen wir immer genau die Lücken dazwischen und bleiben bis auf ein paar Tropfen den ganzen Tag trocken.
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Immernoch stark durchgerüttelt und nach gut 70km auch langsam ausgepumpt, erreichen wir den Fuss der Watershed Divide und beginnen keuchend und schleppend den Anstieg. Immerhin bei gemässigten Temperaturen. Schliesslich ist und bleibt es den ganzen Tag wolkenverhangen. Keuchend erreichen wir den erneuten 3000er Pass und nehmen die 20km lange Abfahrt nach Salida unter die Räder.
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Eine absolute Verwöhnung, denn bis zu den Toren der Stadt brauchen wir unsere Bremsen eindeutig mehr als unsere Pedale. Über 3000 feet verlieren wir in der Abfahrt durch Wälder, rote Felsen und Granitblöcke. Diese Seite der Bergkette erinnert mich schon stark an die Vorstellung davon was uns in New Mexico noch erwarten wird. Selbes gilt auch für die südländisch angehauchte Stadt «Salida», wo wir uns nach der Ankunft im moteleigenen Spa in der Sauna und im Whirlpool entspannen. Von Zeit zu Zeit etwas Luxus darf auch sein…

 

One Response to Tag 32: Fairplay – Salida

  1. Beatrice Hunziker sagt:

    Das bisschen Luxus habt ihr euch hart erkämpft !

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