17.8. It’s done! (120km)

Da wir zwei Nächte im selben Motel wohnen, können wir die schwersten und unnützesten Dinge zurücklassen und mit der «Light-Bepackung» in Richtung Mexico losfahren. Aus Deming raus gehts auf dem Highway 11 für knapp 60km direkt nach Süden. Anfänglich gibt es neben der Strasse noch viele Schrottplätze, Plantagen und vereinzelnte Trailer zu sehen. Doch schon bald ziert wiedermal endlose Wüste das Bild.
SONY DSC
Abwechslungslos und monoton fahren wir so Kilometer für Kilometer ins Grenzgebiet rein. Hunzi wär zwar lieber den ganzen Tag am Pool geblieben und murrt rum. So kurz vor dem Ziel lassen wir uns aber von der Pampas nicht mehr aufhalten. Also einfach durchbeissen und mit Musik im Ohr witerstrampeln. Nach etwas über 2,5h fahren wir durch Columbus durch und direkt an den Grenzposten runter. Auf dem Gehweg holen wir das letztmögliche an Metern aus Amerika heraus und drehen erst kurz vor der mexikanischen Kontrollstation ab. Da fotografieren sehrwarscheilich in der Grauzone des Erlaubten liegt, belassen wir es bei einem kurzen Schnappschuss und stellen uns zurück in die Schlange der US-Grenzkontrolle.
SONY DSC
foto-17-08-16-19-22-51
Wir sind soweit in die internationale Zone gefahren, dass wir für zurück schonwieder am Checkpoint vorbei müssen. Da wir aber ja nicht nach Mexico rein sind, ist die «Rückkehr» nach Amerika schnell erledigt. Mit einem wohlen Hochgefühl, die Reise und die Strecke tatsächlich geschafft zu haben, machen wir uns auf den langen, nun aber von Rückenwind unterstützten Weg zurück nach Deming. Unterwegs passieren wir einen weiteren Checkposten und halten kurze Zeit später an um eine ausgedehnte «Wir-habens-geschafft»-Fotostrecke zu schiessen.
foto-17-08-16-20-51-19
foto-17-08-16-20-51-41
Der letzte Stop unterwegs gilt einem lange aufgesparten Spass! Seit Tag 1 schleppen wir einen Bear-Spray mit uns herum und nun ist es endlich an der Zeit diesen zu leeren. Mit viel Ladehemmungen jage ich die Pfefferwolke in die Wüste New Mexicos heraus. Hätte uns unterwegs ein Bär angegriffen, hätte niemand das Teil innert nützlicher Frist zum Laufen gebracht. Mit viel Elan und Dopamin im System nehmen wir die letzten 40 Velokilometer unserer Tour unter die Räder. Glücklich, aber irgendwie doch ausgelaugt treffen wir zurück in Deming ein – kaufen uns einen Kasten Bier und legen uns wohlverdient in den Pool für den Rest des Tages. It’s done, nach rund 3800km, 21 Continental Divide Überquerungen, zwei kanadischen Provinzen, fünf amerikanischen Bundesstaaten und etlichen unvergesslichen Erlebnissen ist die Reise tatsächlich zu Ende! Ab morgen wird nicht mehr täglich gestrampelt… Ich vermisse es schon einwenig 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*