Motels haben so eine ungute Eigenschaft, dass man immer verschläft. So auch heute,  der Blick aufs Natel zeigt schon 10 Uhr an. Also kurzerhand die Klimaanlage auf Vollgas schalten und alle sind schlagartig wach! Emsig machen wir uns ans Packen und schon bald sind wir ready für die Weiterfahrt. Es soll keine einfache werden, was uns der Gegenwind schon bald bemerkbar macht! Ich werfe mich als Windstopper an die Front, damit zumindest die Jungs etwas Windstille haben und wir in der Gruppe fahren können. Bei schönem Wetter bahnen wir uns auf dem Asphalt den Weg druch die ständigen Böen. Bis zum Mittagshalt folgen wir dem Highway 3 dem Elk River, der sich durch ein immer engeres Tal schlängelt. Und ganz plötzlich, ein Tunnel und viele Kehren spatter, haben wir die Rockies plötzlich im Rücken und die Weite macht sich auf. Nach einem weiteren, eher ungesunden Happen in einem Road-Side-Diner, gehts südwärts in Richtung USA. Und obwohl wir unsere Fahrtrichtung um 90° gedreht haben, blast uns der Gegenwind immernoch entgegen. Sehr mühsam, aber der Wind ist ja ein alter Bekannter bei Veloreisen.

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Ebenso unspektakulär wie der Vormittag, verläuft auch der Nachmittag. Denn bis an die kanadisch-amerikanische Grenze geschieht kaum nennenswertes. Und entgegen allen Befürchtungen (ich hab da noch so ein altes Visum-Zetteli im Pass, dass eigentlich hätte abegeben werden müssen) läuft die Einreise nach Amerika ganz problemlos. Alle erhalten ihren Stempel in den Pass und dürfen nun für die nächsten 90 Tage im Land der begrenzten Unmöglichkeiten bleiben. Danach müssen wir aber wieder raus, und das wird mit Nachdruck erwähnt!

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Mit der ersten, moralischen Teilstrecke im Sack, machen wir uns auf den Weg nach Eureka, wo wir ein Motel am Stadtrand beziehen. Noch „kurz“ Wäsche waschen, ein Znacht und ab ins Bett…

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