18.7.16 – Touristen-Tag im Yellowstone

Hektisch beginnt unser erster „Ruhetag“ seit dem Start der Tour. Nach dem Motelzimmer-Frühstück macht sich Hunzi auf den Weg in die Apotheke um sich auch für sein Knie eine Bandage zu kaufen und um etwas Tagesverpflegung für unsere Autoreise zu kaufen. Ich mache mich in der Zwischenzeit auf den Weg vier Kilometer aus der Stadt raus um am Flughafen unser Mietauto abzuholen. Dough, mit dem wir gestern schon die ersten Abklärungen trafen, hat seither noch irgendwo einen Mazda Minivan zum selben Preis aufgetrieben, und so müssen wir die Velos nicht hinten in einen Ford Fiesta packen. Mit dem neuen fahrbaren Untersatz zurück beim Motel wird beladen und kurze Zeit später stehen wir in der Schlange vor dem Parkeingang. Ausgerüstet mit Infos und Karte machen wir uns auf den Weg zu den Must-Sees. Das Strassennetz zieht eine Acht durch den Yellowstone und wir beschliessen die ganze Nordschleife zu fahren bevor wir uns am Old Faithful vorbei den Weg zum Südausgang machen. Schon auf dem Weg zum ersten grossen Halt bei den Mammooth Hotsprings, machen wir zig kleine Stops. Hier ein dampfender Pool, da eine Schwefelbrühe und eine schöne Aussicht oder auch einfach weil der ganze Touristenstrom wegen einem Tier am Strassenrand zum Erliegen kommt.
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Bei den Hotsprings angekommen vertreten wir uns die Beine bei einem kleinen Hike rund um die weissen Terassen und fahren anschliessend wie auf einer Disney-Bahn auf einer Asphalt-Strecke rund um die kochenden Pools.
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Vom Nordeingang bei Mammoth aus gehts ins Lamar Valley und alte Erinnerungen kommen hoch. Vor wahrscheinlich über 10 Jahrebn, war ich mit meiner Familie hier (und der rüdige Kojote ist noch immer kein Wolf!). Etwas zu spät am Tag für Wolf-Besichtigungen geniessen wir die verschiedenen Aussichts- und Wasserfall-Stops.
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Nach einigen Stops fühlen wir uns abenteuerlich und nehmen eine „Aussichtsstrecke“, welche sich als windige Schotterpiste entpuppt. Auch wenn unser Mazda viel wegstecken mag, ist der Chevrolet Pick-Up-Turck vor uns wohl besser geeignet. Als wir die Strecke schon als „Umweg“ abtun wollen, gibts doch noch die Belohnung. Weit entfernt sitzt eine Schwarzbärin mit zwei Kleinen auf den hohen Zweigen eines Baums. Ohne Zoom oder Fernglas allerdings kaum sichtbar,
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Da ist der Grand Cannyon of Yellowstone schon besser sichtbar. Es ist schon fortgeschrittener Nachmittag als wir zum halbstündigen, steilen Hike zu den Lower Falls starten. Doch es wird mit einer wundervollen Aussicht auf den Wasserfall und den Cannyon verdankt. Gerade als wir unten ankommen, verziehen sich die Wolken und die Schlucht erstrahlt in hellem Gelb und die Gischt zaubert einen Regenbogen quer durchs Tal.
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Auf dem Weg zum Old Faithful, machen wir noch ein zwei Halts bei Ponds und Pools, bevor wir zusammen mit Hunderten von Touristen vor dem berühmten Geysir sitzen und gespannt auf den „Ausbruch“ warten. Nach über 40 Minuten warten, dann doch noch das berühmte Gespritze und Geblubber.
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Es ist schon nach 20 Uhr als wir in Richtung South Exit und Grand Teton aufbrechen. Auf dem nun doch eher gestressten und langen Weg beschränken wir uns auf ein paar Fotos aus dem Fenster und Wutausbrüche über „Reduced Speed“-Schilder. Bis Jackson sind es vom Old Faithful aus nämlich noch über 200km. Erst tief in der Nacht treffen wir an unserem Tagesziel ein. So beginnt die nervenaufreibende Zimmersuche erst nach 22 Uhr und dies in der Stadt mit der wohl schlechtesten Strassenbeleuchtung je gesehen… Mit viel Glück finden wir um halb Elf ein teures Zimmer etwas ausserhalb. Für mehr als ein Mac-Massaker reicht es um diese Zeit nicht mehr. Beim Essen vor dem TV dann noch die Hiobsbotschaft. Der Highway von Jackson nach Pinedale ist wegen eines kürzlich ausgebrochenen Waldbrands geschlossen worden. Zu müde um sich jetzt noch zu sorgen, beschliessen wir das Problem auf morgen zu vertagen…

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